Die meisten Bücher scheitern nicht am Text, sondern an der Nachfrage. Sie beantworten eine Frage, die niemand stellt, oder treten gegen zwanzig etablierte Titel an, ohne einen eigenen Winkel. Ein Viability-Score dreht die Reihenfolge um: erst prüfen, dann schreiben.
Vier Signale, ein Urteil
Der Score verdichtet vier Dimensionen zu einer Zahl. Nachfrage misst, wie oft ein Thema tatsächlich gesucht wird. Wettbewerb bewertet Anzahl und Qualität existierender Titel. Preisband zeigt, was der Markt zu zahlen bereit ist. Und Differenzierbarkeit schätzt, ob überhaupt Raum für einen neuen Blickwinkel bleibt.
Nachfrage — Suchvolumen und Trendrichtung über 24 Monate
Wettbewerb — Titeldichte, Bewertungen, Aktualität der Top-Seller
Preisband — realistische Preisspanne für das Format
Differenzierung — freie Winkel, ungedeckte Unterthemen
Warum eine Zahl ehrlicher ist
Eine klassische Marktstudie liefert dreißig Seiten, die alles offenlassen. Ein Score zwingt zur Entscheidung. 0,87 heißt: schreib es. 0,45 heißt: differenziere oder such ein anderes Thema. Diese Klarheit ist unbequem — und genau deshalb wertvoll. Sie verhindert Monate Arbeit an einem Buch, das der Markt nie wollte.
Ein Score nimmt dir nicht die Entscheidung ab. Er gibt dir die Daten, sie zu treffen.
Der Score ist ein Anfang, kein Orakel
Daten sagen dir, ob eine Nische offen ist — nicht, ob du etwas zu sagen hast. Die besten Bücher entstehen dort, wo ein hoher Score auf echte Expertise trifft. Der Agent findet die Lücke; füllen musst du sie selbst. Genau diese Arbeitsteilung macht den Unterschied zwischen einem Buch, das rankt, und einem, das bleibt.